Erscheinungsbild

Erscheinungsbild der Komodowarane – die “letzten Drachen” unserer Zeit Als vermeintlich “letzte Drachen” gelten die Komodowarane natürlich aufgrund Ihres Erscheinungsbildes. Komodowarane sind mit einer Körperlänge von bis zu 3 Metern sehr imposante Erscheinungen. Mit leerem Magen bringen diese Tiere nur um die 50 kg auf die Waage, doch nach einer ausgiebigen Mahlzeit, bei der sie bis zu 80 % ihres Körpergewichts an Nahrung aufnehmen können, erreichen sie ein Körpergewicht von bis zu 100 kg und mehr. Obwohl man meinen könnte, dass Komodowarane aufgrund ihres massigen Körpers eher träge sind, so irrt man. Sie sind hervorragende Kletterer, gute Schwimmer und an Land erreichen sie eine ...

Verbreitung

Die Lebenserwartung von Komodowaranen liegt bei ca. 30 bis 50 Jahren. Anzutreffen sind diese Giganten in Indonesien auf den Kleinen Sunda-Inseln. Bevorzugt bewohnen sie Savannen-Gebiete, Grasland, Monsunwälder, immergrüne Wälder oder auch vegetationsreiche Strandabschnitte. Sie sind also sehr anpassungsfähig und in den verschiedensten Vegetationsformen zu finden. Nur besonders offene, dichte und feuchte Gebiete werden gemieden. Für Touristen sind diese Tiere natürlich absolute Attraktionen, doch die einheimische Bevölkerung sieht diese Thematik etwas skeptischer, da es immer wieder vorkommt, dass Komodowarane Nutzvieh reißen. Noch früh am Morgen… Die Insel Komodo. Beeindruckendes Panorama. Sonnenaufgang. Strand auf Komodo.

Lebensweise

Komodowarane sind primär Einzelgänger und gehen grundsätzlich tagsüber auf die Jagd. Nächtliches Jagdverhalten kommt eher selten vor. Manchmal verweilen sie in einem Versteck, um dort auf ein Beutetier zu warten. Der Kiefer des Komodowarans hat die Beißkraft vergleichbar mit einem großen Leistenkrokodil. Zudem ist der Schädel nicht sonderlich belastbar. Im Grunde wären diese Tiere nicht in der Lage aufgrund ihrer körperlichen Kraft größere Beutetiere zu erlegen. Doch bei der Jagd der Komodowarane kommt ein ganz anderer Aspekt zum Tragen und spielt die wesentliche Rolle für seine ruhmreichen Beutezüge. Komodowarane besitzen im Unterkiefer Giftdrüsen, deren Gift beim Opfer Bewusstlosigkeit und eine Hemmung der ...

Ernährung

Junge Komodowarane ernähren sich hauptsächlich von kleinen Echsen und Insekten, die sie aktiv unter Baumrinden aufspüren. Komodowarane orten züngelnd ihre Beute und verlassen sich dann aus nächster Nähe auf ihren gut ausgeprägten Seh-Sinn. Tiere mit einer Gesamtlänge von bis zu 1 Meter verfolgen auch noch aktiv ihre Beute. Sie bevorzugen kleine Nagetiere oder bodenbewohnende Vögel und ihre Brutstätten. Adulte Komodowarane legen ein etwas anderes, ausgeklügelteres Jagdverhalten an den Tag. Sie fassen größere Beutetiere, wie junge Hirsche, kleine Wildschweine, verwilderte Hunde, Ziegen oder Kälber von Wasserbüffeln ins Auge. Sie pirschen sich meist langsam an und auf dem letzten Meter preschen sie dann ...

Fortpflanzung

In der Zeit von Mai bis August kann man Komodowarane bei der Balz- und Paarungszeit beobachten. Oft legen Männchen weite Strecken zurück, um ein paarungsbereites Weibchen zu finden. Es kommt aber auch vor, dass sich beide Geschlechter zufällig an einem Kadaver treffen. Sind hierbei mehrere Männchen anwesend, so finden zunächst die für Warane typischen Kommentkämpfe statt, um die Hierarchie zu regeln. Der Gewinner darf sich dann einem oder mehreren Weibchen zur Fortpflanzung zuwenden. Dies geschieht in folgendem Ritual. Das Männchen bezüngelt sein Weibchen von der Schnauzspitze bis zur Kloake, dann reibt er seinen Kopf an dem Körper des Weibchens und drückt seine ...

Bestand & Gefährdung

Komodowarane werden von der IUCN als “gefährdet” eingestuft und stehen auf der “Roten Liste gefährdeter Arten”. Es existieren nur noch einige tausend Exemplare von ihnen, doch dank des Komodo-Nationalparks bleiben der Nachwelt diese einzigartigen Tiere erhalten. Die Gesamtfläche des Nationalparks erstreckt sich auf ca. 1.817 qm und reicht über die Kleinen Sunda-Inseln. Hier werden die Tiere geschützt und man gibt ihnen Raum zum Leben und zur Fortpflanzung. Man hat hier die Möglichkeit Komodowarane in ihrem ursprünglichen Lebensraum zu beobachten. Bedroht ist diese Tierart durch verschiedene Faktoren. Durch Wilderei, Brände und Rodung hat sich der Bestand an Wildschweinen, Mähnenhirschen und Wasserbüffeln stark ...

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